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Vorhang auf

Nun ist es also soweit. Meine Bachelorchallenge startet. Jetzt denken Sie sicher, warum um Gottes Willen Bachelor? Nun, der aktuelle RTL-Zuhälter ist mal moppelig gewesen. Und er ist Mr. Germany. Wussten Sie nicht? Wer auch nur fünf Minuten sinnbefreite Chirurgenbunnys um den segelohrigen Exfetten ansieht, wird zirka 8532578543 Mal genau die Geschichte hören, dass er sich so sehr zu seinem Traumkörper quälen musste. Witziger Weise wird genau der Körper im Vorspann gedoubelt. Jetzt will ich weder Mr. Germany werden, noch Kurzmieter in einem Puff in Südafrika oder Amerika werden, vielmehr haben den Hashtag meine Follower erfunden.

Womit wir beim nächsten Thema sind. 32.009 Leser hatte mein erster Artikel. Wie krass ist das denn bitte? Nun ja, das haben Sie nun davon. Mitgefangen, mitgegangen.

Heute also nun der Startschuss. Was ist am wichtigsten bei so einem Projekt? Die harten, niederschmetternden Fakten. Dann fangen wir mal an, jede Brigittediät beginnt ja schließlich auch so.

Größe: 2,00 Meter
Gewicht: 116,5 Kilo
Brust: 117 cm
Bauch: 116 cm
Hüfte: 108 cm
Taille: 115 cm
Oberschenkel rechts: 67 cm
Oberschenkel links: 69 cm
Bizeps links: 34 cm
Bizeps rechts: 38 cm
Schulter zu Schulter: 60 cm

Schon alleine der Begriff Bizeps hat mich zum Schmunzeln gebracht. OberarmknochenmitbisschenfettemFleischdran war aber zu lang. So viel zu den nackten Zahlen. Die nackten Tatsachen erspare ich ihnen lieber.

Mein erstes Projekt ist cellReset. Die Anmeldung war sehr einfach. Das Prinzip klingt einfach. 28 Tage nur weiße und grüne Tage, alles ohne Salz und Zucker. Haben Sie schon mal ungewürztes Hackfleisch von der mageren Pute 32 Mal pro Bissen gekaut? Herrlich, wie der menschliche Körper jegliche Speichelbildung dabei einstellt. Aber ich bin ja nicht zum Spaß hier.

Das ganze Programm wird mit Ergänzungsmitteln angereichert. Pülverchen und Aminosäuren in Kapselform. Der Spaß kostet rund 170 Euro für die 28 Tage.
Na ja, irgendwie muss es ja jetzt mal losgehen, dachte ich gestern Abend. Nachdem ich mir das Wochenende noch schön alles in meinen künftigen Traumkörper geballert habe, was man getrost als ungesund bezeichnen könnte, schwang ich mich also auf und gleitete in die Küche. Gleiten im weitesten Sinne. Elefantös trifft es wohl besser, nicht umsonst klopfte die 93 jährige, schwerhörige Nachbarin unter mir mit dem Besen an die Decke.

Einen speziellen Tee und die beiden Frühstückseier musste ich schon am Vorabend vorbereiten. Soll eiskalt sein beim Verzehr. Warum? Ja, gute Frage. Vielleicht damit man morgens schon weiß, dass der Tag kein Zuckerschlecken wird. Aus lauter Schreck davor hab ich noch drei Stückchen Apfelkuchen mit frischer Sahne vertilgt.

Man muss wissen, dass ich nicht der Paradesingle bin. Neben dem örtlichen Pizzaservice weiß ich tatsächlich, wie man sich ein Festmahl bereitet. Kochen und Backen - oh ja, das kann ich. Und jetzt soll ich also meine Sinne ausschalten. 28 Tage lang.
Die erste Hürde war schon gleich die zweite Mahlzeit. Putenhack. Vielleicht hätte ich das Etikett mal lesen sollen. Da stand schließlich in Microgrösse "gewürzt" drauf. Gesalzen! Totsünde! Jedenfalls für die kommenden 28 Tage und weiteren 111 Mahlzeiten. Also flugs nochmal los zum Fleischer meines Vertrauens. "Hammwa nich" - reizend. Weiter zum nächsten. Hinter der Theke ein anmutiges Wesen. Eine Mischung aus Blut-, Leber- und Augenwurst. Mit ihrer lieblichen Stimme - ich denke, sie imitiert in ihrer Freizeit Gunter Emmerich - entwickelte sich folgender, verkaufs- und dienstleistungsorientierter Dialog:

"Schönen guten Tag. Ich hätte gern 1 Kilo Putengehacktes"
"Ja genau. Ungewürzt und möglichst fettlos?"
"Das wäre hervorragend."
"Sie glauben auch noch an den Weihnachtsmann, hä?!"

Jetzt könnt natürlich kurz berichten, dass mein Blutdruck kurzzeitig ungesund und meine Ausdrucksweise eher so semigebildet wurde. Schließlich aber konnten die Leberwurst und ich aber noch eine Einigung erzielen. Ich komme nie wieder. Sie wird es feiern. Wahrscheinlich mit nem Trog voll Mett.

Nach einer langen Odyssee habe ich den Kram dann doch noch bekommen. Im Discounter. Braten und Essen - das konnte ich dann doch noch ganz gut.

Jetzt lieg ich hier auf der Couch und habe also die ersten drei Mahlzeiten hinter mir. Ich lebe noch. Noch. Nur noch 27 Tage...

9.2.15 21:42

Letzte Einträge: Sünde, Halbzeit, Die Nacht der Rosen - Part 1, Fanpost - vom schärfsten Hahn und bösen Kristallen

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